Sexuelle Funktionsstörungen
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Sexuelle Funktionsstörungen

Unter dem Begriff der sexuellen Funktionsstörungen werden Störungen des sexuellen Ablaufs und sexuelle Schmerzsyndrome verstanden. Sexuelles Verhalten und Erleben sind so beeinträchtigt, dass eine befriedigende Sexualität stark behindert oder unmöglich ist. Beispiele für sexuelle Funktionsstörungen sind Vaginismus (Scheidenkrampf) bei Frauen und Erektionsstörungen bei Männern.

Bei beiden Geschlechtern können Störungen des sexuellen Verlangens, Störungen der sexuellen Erregung, Orgasmusstörungen und Missempfindungen während oder nach dem Geschlechtsverkehr auftreten. Eine gestörte und unbefriedigende Sexualität hat auch psychische Auswirkungen: Es kann zu sexueller Frustration, Schuldgefühlen und emotionalen Problemen mit dem Partner kommen. Die Auftretenshäufigkeit von sexuellen Funktionsstörungen scheint in den letzten beiden Jahrzehnten zugenommen zu haben, so leiden ca. 20-50% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer Störung der sexuellen Erregung, etwa 30-75% der Männer leiden an vorzeitiger Ejakulation, und etwa 10-15% der Frauen leiden unter Schmerzen beim oder nach dem Verkehr.

Die Behandlung sexueller Funktionsstörungen erfordert die Zusammenarbeit von Betroffenen, Arzt und Psychotherapeut. Eine verhaltenstherapeutische Psychotherapie bei sexuellen Funktionsstörungen umfasst Informationsvermittlung zum Thema Sexualität, Erarbeitung von Techniken zur Angstreduktion, Fertigkeits- und Kommunikationstraining sowie Verfahren zur Änderung von ungünstigen Einstellungen und Gedanken.