Konfrontation mit dem Spiegelbild
Behandlungsangebot > Essstörungen > Körperbildtraining

Die ambulante Körperbildgruppe

Das Training zur Verbesserung des Körperbildes basiert auf einem manualisierten Behandlungskonzept von Vocks & Legenbauer (2005). Diese Gruppe konzentriert sich ausschließlich auf die Verbesserung des negativen Körperbildes, wie es bei Patienten mit Essstörungen häufig auftritt.

Die meisten Betroffenen, die an einer Essstörung leiden, nehmen ihren Körper anders wahr, als andere Menschen. Sie fühlen und beschreiben sich in der Regel dicker als sie objektiv sind. Dieses Gruppenangebot zielt genau auf diese Problematik ab. Im Rahmen der Gruppe werden zunächst die Grundlagen der individuellen Entwicklung des negativen Körperbildes herausgearbeitet und damit zusammenhängende, dysfunktionale Kognitionen abgeleitet. Verschiedene Übungen werden in der Gruppe und als Übungsaufgaben zu Hause durchgeführt, um das negative Körperbild zu verändern und einen positiveren Zugang zum Körper zu finden.

Die Teilnehmer lernen, sich aktiv mit Ihrem Körper auseinandersetzen und sich neutral bzw. positiv im Spiegel zu betrachten und erarbeiten für sich, welche positiven Dinge es in Bezug auf Ihren Körper gibt. Über Spiegel- und Videokonfrontation soll zunächst eine Habituation herbeigeführt und im nächsten Schritt positive Aspekte in Bezug auf den Körper erarbeitet werden. Mit Hilfe von Modellier- und Abtastübungen soll ein neuer Zugang im Umgang mit dem Körper etabliert werden. Abschließend werden Übungen zum Abbau von körperbezogenem Vermeidungsverhalten und dem Aufbau positiver, körperbezogener Aktivitäten durchgeführt.

Zu diesem Gruppenangebot erhalten die Teilnehmer von uns ein Arbeitsbuch mit Hintergrundinformationen und zusätzlichen Übungsblättern.

Zielgruppe

Betroffene mit Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, atypischen Formen dieser Störungen oder nicht näher bezeichneten Essstörungen.

Ablauf

Zunächst findet ein Erstgespräch statt, damit Sie uns und die Einrichtung kennen lernen und wir uns ein Bild von Ihnen machen können. Vor Gruppenbeginn werden Ihnen spezifische Fragebögen zur Diagnostik zugesandt, die Sie zur ersten Sitzung mitbringen sollten. Die Gruppe umfasst zehn Sitzungen à 90 Minuten und wird häufig in Kombination mit einer Einzeltherapie angeboten. Die Gruppensitzungen finden einmal wöchentlich abends in der Institutsambulanz statt. Bei externer Einzeltherapie besteht die Möglichkeit in Absprache mit dem Mitbehandler als Selbstzahler an der Gruppe teilzunehmen. Nach der letzten Sitzung findet erneut eine Fragebogenerhebung zur Abschlussdiagnostik statt.

Ablauf

Behandlungskosten

Die kombinierte Gruppen- und Einzeltherapie wird mit den Krankenkassen abgerechnet. Es entstehen für die Patienten keine weiteren Kosten.

Für Selbstzahler werden pro Sitzung 20 € berechnet, was einem Betrag von 200 € für die gesamte Gruppentherapie entspricht.