Frau mit einer Hand vor dem Gesicht
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Studie: Stressbewältigungsstrategien essgestörter Frauen in sozialen Situationen

Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass Stress und das Stressbewältigungsverhalten in Verbindung mit der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Essstörung stehen. Es konnte gezeigt werden, dass vergleichbare Situationen bei Personen mit Essstörungen subjektiv ein höheres Maß an Stress verursachen, als dies bei Gesunden der Fall ist. Besonders uneindeutige, ambivalente zwischenmenschliche Situationen scheinen hierbei den größten Stress zu verursachen.

Insgesamt geht man davon aus, dass Frauen mit Essstörungen solche Situationen schlechter bewältigen als Gesunde und dass „stressige“ Situationen ein möglicher Auslöser für essstörungsspezifisches Verhalten wie zum Beispiel einen Essanfall sind. Eine Ursache für dieses weniger angemessene Bewältigungsverhalten könnte sein, dass Frauen mit Essstörungen Defizite im Bewältigungsrepertoire solcher Situationen aufweisen, das heißt, sie wissen möglicherweise nicht, wie sie anders auf Stress reagieren könnten.

Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Frauen mit Essstörungen weniger gute Bewältigungsstrategien für derartige Situationen zur Verfügung haben. Wahrscheinlich gehen sie eine solche Situation in einem geringeren Maß aktiv und lösungsorientiert an, sondern versuchen, eher ihre aufkommenden negativen Emotionen zu bewältigen, beziehungsweise sie versuchen, eine geistige Auseinandersetzung mit dem Problem zu vermeiden.